00:00:10: Ich eskalier gleich von und mit Raphael Kirsch.
00:00:16: Und Schub, da ist er wieder herzlich willkommen zu einer neuen Folge des ich eskaliere gleich Podcasts!
00:00:22: Ich freue mich riesig dass du mit dabei bist und das sich dir vielleicht auch mit dieser Folge heute deinen pädagogischen Alltag wo auch immer du rumspukst ein kleines bisschen leichter machen kann.
00:00:33: und Heute habe ich etwas vorbereitet bei dem ich mir noch nicht richtig sicher bin Ob alle Menschen da draußen das richtig einordnen können?
00:00:41: Ich möchte mit dir nämlich heute über eine Regel reden, die es in fast jeder Kita gibt.
00:00:47: In fast jeder Grundschule von der ich weiß dass sie gut gemeint ist.
00:00:52: Von der ich aber ganz fest überzeugt bin, dass sie bei Weitem nicht das ist was sie zu sein scheint.
00:00:58: Ich glaube Es gibt Regeln Die haben wir in unserem Alltag.
00:01:02: Die sind gut gemeind aus erwachsenen Sicht Aber für Kinder deswegen noch lange nicht gut.
00:01:08: Und darüber möchte ich mit dir heute reden, welche Regel das ist?
00:01:11: Das verrate ich dir gleich!
00:01:13: Natürlich gibt's mal ganz kurz hier so ein klein Abriss.
00:01:15: was passiert hier gerade im großen einfach Krisenfestuniversum?
00:01:19: und hier passiert eine ganze Menge... das kann ich dir schonmal sagen.
00:01:22: es gibt richtig coole Pläne fürs Jahr twenty-sevenundzwanzig und darüber hinaus.
00:01:26: Es wird neue Vortragsformate geben.
00:01:29: da arbeite ich grade mit Hochdruck dran denn mein vortrag Ich zähl jetzt bis drei Den haben jetzt mittlerweile, und ich bin super stolz auf diese Zahl.
00:01:38: Den haben mittlerweile über zweiunddreißigtausend Pädagoginnen und Pädagogen gehört.
00:01:44: Zweiund dreißig tausend pädagogininnen und pädagogen durften diesen Vortrag hören – und ich finde es toll!
00:01:50: Ich find's großartig weil ich einfach auch mitbekomme dass dieses Format-Vortrag bis vor ein paar Jahren in Schule überhaupt keine Relevanz hatte.
00:02:00: Ich erkläre dir mal was ich damit meine.
00:02:02: Bis vor gar nicht langer Zeit war es so, dass wir in Schulen ja immer nur pädagogische Ganztage gemacht haben.
00:02:07: Die sind auch cool und die haben vollste Berechtigung gerade so wie wir sie von einfach Krisen festmachen.
00:02:13: Wir machen sie lebendig erstmal ohne Rollenspiele, ohne die nervigen Sachen, die man so von anderen Referentinnen und Referenten kennt.
00:02:20: also keine Kleinkruppenarbeit und du wirst von uns nicht in Konzeptarbeit geschickt alles das gibt's selber.
00:02:26: Und gleichzeitig wissen wir doch alle, dass unser pädagogischer Alltag so unfassbar herausfordert und voll ist.
00:02:33: Dass wir für viele Dinge gar keine Zeit haben!
00:02:36: Und Vortragsformate sowie ich sie ja anbiete... Man nennt das ja heute so auf Deutsch irgendwie Speeker ne?
00:02:42: So auf Neu-Deutsch.
00:02:44: Dass man irgendwo hingeht und man eine Stunde oder maximal zwei Stunden Impuls macht Das war ja etwas was bis vor kurzem eher so Messen und Kongresse irgendwie vorbehalten waren Und das hat sich gewandelt.
00:02:57: Das macht mir unglaublich viel Spaß zu sehen, viele Schulen sagen hey wir holen uns mal diese zwei Stundenimpulse zu uns ins Haus und dann lass ich euch ja ganz viel Material da damit ihr den restlichen Tag so verbringen könnt wie ihr das für richtig haltet.
00:03:13: Ich glaube ganz fest Für viele ist ein sechs Stunden oder vielleicht auch acht Stunden pädagogischer Ganztag diese klassische Schilf genau das Richtige was sie brauchen Und das kriegste bei uns.
00:03:25: Ich glaube aber auch, und da geben mir zumindest meine Zahlen total recht es gibt einfach so viele Herausforderungen und so wenige Ressourcen manchmal für diese pädagogischen Tage dass viele genauso happy sind und vielleicht sogar glücklicher mit zwei Stunden Impuls.
00:03:43: dann bekommt ihr das Material und wie ihr mit dem Material weiterarbeitet, wie ihr das für eurer Schule adaptiert.
00:03:49: Da seid ihr dann vollkommen frei!
00:03:51: Es gibt ja Schulen die sagen, eh und danach machen wir nochmal zwei Stunden mit der Material und adaptieren was wir heute gehört haben.
00:03:57: oder Wir holen uns in den Puls, arbeiten an dem Tag noch zu einem zweiten Thema und nehmen das Material jetzt einfach so exzessive Stück für Stück mit in die Lehrerkonferenzen oder in unsere Team-Tage und arbeiten Woche für Woche einfach einen kleinen Teilbereich weiter aus, und haben so quasi das Material über das ganze Jahr gestreckt.
00:04:18: Also es gibt so viele coole Formate!
00:04:21: Und jetzt weiß ich einfach – zweiunddreißigtausend Menschen haben sich für dieses Format entschieden.
00:04:26: und wenn du mal Bock hast dann guck doch mal bei Google rein was andere dazu sagen.
00:04:31: wie's ist, wenn man einfach nur nen Vortrag macht und einfach NUR jetzt mal in Anführungszeichen Wenn ihr als Schule, Kita oder Organisationen darüber nachdenkt mal was anderes machen zu wollen.
00:04:42: Dann geht gerne auf meine Homepage www.EinfachCrisenfest.com.
00:04:45: Guckt euch mein aktuelles Vortragsformat an und ab jetzt wird es noch zwei weitere neue geben.
00:04:52: für die, die gesagt haben den Raffel mit Ich zähle bis drei mit diesem Vortag Den hatten wir schonmal.
00:04:57: Wir wollten aber nochmal weil's irgendwie Spaß gemacht hat Weil das ein cooler Typ ist Und da stimmt ja auch.
00:05:02: Also guckt euch gerne mal an.
00:05:07: Zum Thema der heutigen Podcast-Folge.
00:05:09: Ich habe gesagt, es geht um eine Regel, die es in fast jeder Schule, in fast jede Kita gibt, von der ich weiß dass sie gut gemeint ist das sie aber das Gegenteil davon ist.
00:05:19: und wir nähern uns der ganzen Klamotte.
00:05:21: jetzt mal über ein Gedankenexperiment weil ich so einen kleinen AHA Effekt nicht vorweg nehmen möchte.
00:05:26: Stell dir mal vor ab kommenden Montag gibt es in eurem Lehrerzimmer, in euremm Teamzimmer ein Schild und auf dem Schild steht jeder darf sich an jeden Tisch setzen.
00:05:36: Jeder darf sich auf jedem Platz setzen und jeder darf mitreden und dazu etwas sagen was du gerade im Gespräch mit deiner Lieblingskollegin erarbeitest.
00:05:44: und dabei ist es vollkommen egal ob ihr gerade irgendetwas fachliches diskutiert oder ob ihr einfach nur ganz privat über euer Wochenende reden wollt.
00:05:53: Also nochmal, es gibt jetzt so ein Schild auf dem steht.
00:05:56: Jeder darf überall mitreden und sich überall mit hinsetzen.
00:05:59: Und jetzt lassen wir das mal ganz kurz einfach nur sacken.
00:06:02: Findest du das gut?
00:06:04: Findest Du das schlecht?
00:06:05: Ist es total hilfreich dass da so ein schild steht?
00:06:07: Du darfst dich überall hinsetzten quasi als Einladung auch für die Menschen die nicht immer in Kommunikation gehen können oder wollen.
00:06:14: was macht das mit dir?
00:06:16: Und ich könnte mir vorstellen, dass für die meisten jetzt so ein ganz komisches Gefühl entsteht und wir denken könnten das ja mega absurd.
00:06:24: also warum sollte sich jeder überall einmischen dürfen?
00:06:27: Also warum muss sich denn jeder jetzt wenn ich mit meiner Lieblingskollegin übers Wochenende reden will dazu setzen dürfen und einfach seinen Senf dazugeben können.
00:06:35: Ist ja schon auch ein bisschen übergriffig!
00:06:41: mit jedem Menschen irgendwie zusammensitzen können und irgendwie reden wollen.
00:06:44: Also ich will hier auch mal in einem kleinen Kreis miteinander, mit meiner Lieblingskollegin einfach nur Blödsinn schnacken wollen!
00:06:50: Das ist ja vollkommen in Ordnung.
00:06:51: also für uns menschenquatsch... Für uns Erwachsene ist das sofort mit einem Gefühl von es ist ja vorkommender Unsinn verbunden klingt irgendwie absurd so ein Zettel Und du ahnst wahrscheinlich schon in welche Richtung das geht?
00:07:06: Für uns erwachsene klingt das absurd ist dieser Zettel Alltag.
00:07:13: Und heute geht es mal um die Regel, wir lassen jemanden mitspielen und am Ende kriegst du von mir drei Alternativen, die deutlich besser funktionieren!
00:07:23: Und bevor wir uns missverstehen ich möchte diese Grundregel Wir Lassen Niemand Mitspielen Erstmal würdigen weil Ich Glaube Die Regel Ist Wie gesagt gut gemeint und der Gedanke dahinter ist vollkommen richtig.
00:07:36: Kein Kind soll alleine am Rand stehen.
00:07:39: Wir wollen eine Gemeinschaft fördern, in der niemand ausgeschlossen
00:07:42: wird.".
00:07:42: Das ist erstmal ein richtig gutes Ziel und das bleibt auch so!
00:07:47: Da will ich nicht dran rütteln... Ich möchte dir gleichzeitig aber den Gedanken mitgeben warum ich diese Regel wir lassen hier niemanden mitspielen irgendwie gut aber auch irgendwie nicht zu Ende gedacht finde.
00:07:58: also ich versuche es mal aufzudrössern und ihr guckt mal ob ihr mir folgen könnt.
00:08:02: erstens ich glaube Hier spricht der Erwachsene aus uns.
00:08:07: Wir Erwachsenen können es super schlecht aushalten, ein Kind alleine zu sehen und dann übergehen wir dafür den Willen der Anderen.
00:08:16: Hier kommt ein wichtiger Part in der ganzen Kiste.
00:08:19: Spielen ist freiwillig, sonst ist das kein Spiel mehr.
00:08:24: Noch mal!
00:08:25: Spielen isst freiwilligg, sonst isses kein Spielmehr.
00:08:28: Zweitens – und daß auch ganz wichtiger Punkt Ich glaube, diese Regel vermeidet keine Konflikte.
00:08:35: Ich glaube dieser Regel verschiebt Konflkte nur!
00:08:37: Ich mache dir mal ein Beispiel das Kind kommt zu dir und sagt die lassen mich nicht mitspielen und du sagst hey klar ihr dürft jetzt alle mit spielen.
00:08:45: was passiert in der Gruppe die sich gefunden hat?
00:08:47: Die dass quasi erstmal für sich als abgeschlossene kleine Gruppe betrachten wollte?
00:08:52: da wird jemand jetzt reingeworfen.
00:08:54: Der muss jetzt mitspieeln weil von uns Erwachsenen der Zwang dazu entsteht.
00:08:58: Ich glaube, daraus wird in den seltensten Fällen eine Gruppe die sagt oh ja toll schön dass du mit dabei bist.
00:09:05: Wir haben an dich überhaupt nicht gedacht aber du bereicherst jetzt gerade unser Spiel.
00:09:09: ich glaube da entstehen mehr Konflikte als wir eigentlich vermeiden wollen weil was passiert denn wenn wir hier an so ein Fußballspiel denken?
00:09:17: Ich glaube so ein Kind das von vornherein nicht eingeplant war bekommt in so einem Spiel auch nicht immer wirklich den Ball.
00:09:25: So ein Kind wird im Empfangenspiel immer derjenige sein, der als erstes gefangen wird und rausfliegt.
00:09:30: Also ich glaube du vermeidest mit dieser Regel keine Konflikte.
00:09:35: Du vertagst sie nur!
00:09:37: Ich glaube sogar dass das Kind mehr Ärger jetzt verspürt und mehr Unmut verspült was von uns Erwachsene in irgendeine Situation mit reingedrückt wurde.
00:09:47: Und dann komme ich zu Punkt Drittens und der hat es wirklich in sich.
00:09:50: notiert ihr das bitte irgendwo?
00:09:52: Freundschaft lässt sich nicht anordnen echt sacken lassen.
00:09:59: Freundschaft lässt sich nicht anordnen, mitspielen dürfen ist noch lange nicht dazugehören und diese zwei Sätze sind mir so wichtig.
00:10:10: nochmal ich verstehe den Grundgedanken dieser Regel weil wir Gemeinschaft wollen weil wir es nicht sehen können und wollen dass es Kinder gibt die alleine sind.
00:10:19: und gleichzeitig lässt sich Freundschaft nicht an ordnen.
00:10:23: Und mitspielen dürfen heißt noch lange nicht dazugehören, auch wenn wir alle den Kern dieser Regel verstehen.
00:10:29: Und wisst ihr wer das als erstes im Spiel mitbekommt?
00:10:32: Das Freundschaft sich nicht anordnen lässt und dass Mitspielen noch lange dazu gehören heißt... ...das Kind was wir jetzt mit da reinschieben aus erwachsenen Perspektive!
00:10:42: Und vielleicht kann ich das an der Stelle für dich nochmal ganz praktisch machen.
00:10:44: So hier dritte Klasse große Pause.
00:10:48: Ein Junge, ein Mädchen wie auch immer will beim Fußballspiel mitspielen.
00:10:51: die Jungs wollen aber nicht.
00:10:53: Die Aufsicht sagt bei uns darf jeder mitspiegeln und zack schon ist das Mädchen oder der Junge der eben nicht mitspielten sollte oder wollte oder durfte mit dabei.
00:11:03: Zwanzig Minuten lang passt jetzt niemand diesem Kind den Ball zu.
00:11:10: Er oder sie steht mitten im Spiel und ist trotzdem alleine.
00:11:14: Und nach der Pause heißt es, Der oder die hat gepetzt und beim nächsten Mal ist die Stimmung noch schlechter als vorher Denn mit so einer Regel lässt sich ja Gruppendynamik noch lange nicht aufhalten.
00:11:25: Jetzt fragst du dich natürlich zurecht, okay aber wie können wir es anders machen?
00:11:28: Wie kann denn der Twist jetzt entstehen?
00:11:29: Wie können wir eine Gruppendynamik fördern?
00:11:32: Wie könnten wir gleichzeitig verhindern dass wir als Erwachsene uns in Gruppendenamiken einmischen?
00:11:37: Wie könne wir aber gleichzeitig darauf achten das niemand ausgegrenzt wird?
00:11:41: und hier habe ich erstmal einen klitzekleinen Aha Moment für Dich.
00:11:44: Pass mal auf!
00:11:45: Ich glaube die Regel Die es aktuell gibt, wir lassen jeden mitspielen.
00:11:52: Ich glaube diese Regel wirft zwei Dinge in einen Topf die nichts miteinander zu tun haben.
00:11:56: Ein Nein also.
00:11:58: Wir wollen gerade zu Dritt spielen zum Beispiel und Ausgrenzung Also mit dir spielt keiner du Stingst sind nicht das gleiche.
00:12:07: In meiner Welt gibt es also ein himmelweiten Unterschied Und dass ist das was wir Erwachsene sehen müssen zwischen einer Kleingruppe die sich in Freundschaft gefunden hat Und jetzt in dieser kleinen Gruppe gerne einfach nur spielen möchte und Ausgrenzung.
00:12:23: Das sind zwei verschiedene Dinge, wenn wir aber beides mit derselben Regel versuchen zu händeln dann trifft diese Regel immer den Falschen.
00:12:32: Und jetzt stell dir noch mal vor, weißt du?
00:12:33: Weil ich glaube wir können das alle richtig einordnen.
00:12:36: Aber manchmal fehlt die emotionalen Lage dazu.
00:12:38: Stell dir mal vor... Du gehst mit deinen Lieblingsfreunden und Freunden!
00:12:42: Ihr seid in der Vierer-Klicke.
00:12:43: Ihr seht euch das erste Mal und wollt einfach nur ganz entspanntes Gespräch beim Italien nachführen.
00:12:49: Dann komm' ich und sage hier dieser Kollegin oder den Kollegen, denen du abgrundtief scheiße findest, den setz dich jetzt mithantisch und ihr lasst ihn mithessen und ihr redet miteinander und ihr führt ein Gespräch.
00:13:02: Weiße wir Erwachsenen können sofort nachvollziehen, dass das auf einmal ein anderes Gespräch wird.
00:13:06: Dass diese Gruppendynamik, auf die du dich gefreut hast für die auch gekämpft hast, für die du brennst, auf einmal sofort weg ist.
00:13:12: also warum sollte es denn Kindern anders gehen?
00:13:15: und nochmal auch wenn wir wissen, dass dieser Regel im Kern gut gemeint ist?
00:13:20: Was können wir jetzt also tun?
00:13:21: Lass uns mal konkret werden, ganz zum Schluss dieser Podcastfolge damit du auch noch was mitnehmen kannst.
00:13:26: Ich glaube das was wir mit Kindern erarbeiten müssen an dieser Stelle ist dass es zwei verschiedene Arten von Gruppendynamik gibt.
00:13:33: Es gibt diese Dynamik wo sich Menschen gefunden haben Wo man nein sagen darf und sagen darf Wir möchten gerade gerne alleine spielen.
00:13:41: Das hat nichts mit dir zu tun Und wir können Kindern beibringen, dass es Settings gibt in denen von außen ein Rahmen vorgegeben wird.
00:13:49: In denen es darum geht sich auch mit Situationen zu arrangieren wo wir in Gruppen hineingeworfen werden indem wir lernen dürfen.
00:13:57: das ist einfach jetzt gerade nicht immer nach dem Willen von allen geht.
00:14:01: Wo wir als Gruppe gemeinsam jetzt auch irgendwie diese Stimmung wuppen müssen.
00:14:05: was wir also brauchen is zum Beispiel an einem Klassenrat einmal das Thema wie können wir uns freundlich Abgrenzen.
00:14:13: Wie kann man freundlich nein sagen?
00:14:15: Wie darf man jemandem klar machen, das hat nichts mit dir zu tun aber wir möchten gerade unter uns sein und wie dürfen dann auch diese Kinder lernen dass das auch dazu gehört, dass man nicht immer zu einem Erwachsenen gehen kann und dem vorschreiben darf ich will da jetzt mitspielen und du regelst das schon also konkret Im nächsten Klassenrat in der nächsten Situation.
00:14:38: übe mal mit den Kindern, wie man freundlich nein sagen kann.
00:14:42: Und du wirst überrascht sein... welche tollen Ideen die Kinder haben.
00:14:46: Die finden sofort solche Sachen wie, hey wir wollen heute alleine spielen aber können wir dich morgen mitspielen lassen oder so funktioniert das Spiel gerade zu dritt.
00:14:55: aber möchtest du die und die Rolle haben?
00:14:57: Möchtest Du unsere Punkte zählen und beim nächsten mal mit dabei sein?
00:14:59: Also Kinder können das unfassbar gut!
00:15:02: Die können das besser auseinanderdröseln als wir Erwachsene.
00:15:06: also nein sagen üben freundlich und immer mit einem Vorschlag, wie es dann in der Situation anders weitergehen kann.
00:15:12: Also nein wir können dich jetzt nicht mitspielen lassen weil wir uns so gefunden haben aber morgen geht oder das und dass geht Und Kinder können das!
00:15:21: Lass uns denen das mal zutrauen.
00:15:22: Und dann vielleicht zum Schluss nochmal die Idee Wie können wir diese Regel jetzt umformulieren?
00:15:28: Wenn auf euren Regelplakaten steht jeder darf mitspieeln Dann ist das zu kurz gedacht weil wir dann einfach auch den Willen und den Wunsch und das Bedürfnis von anderen Kindern übergehen.
00:15:39: Was ich hingegen gut finde, ist die Regel – Wir grenzen niemandem aus!
00:15:44: Und ich weiß dass es in vielen Schulen auch diese Regel schon gibt.
00:15:48: und dann steht da auch «Wir grenzen Niemandem» aus.
00:15:50: Was allerdings manchmal im Alltag daraus passiert ist ein Kind was sich ausgegrenzt fühlt kann einfach zugekommen und sagen Die lass mich nicht mitspielen, die grenzen mich aus.
00:15:58: und dann kommt die Lehrerin und sagt und jetzt darfst du trotzdem mitspiel'n Dann hat das aber nichts mehr mit dieser Regel zu tun.
00:16:03: Denn noch mal, es gibt einen Unterschied zwischen einer Gruppendynamik wo klar ist die haben sich gefunden und gezielt im Ausgrenzen.
00:16:12: Wenn also das nächste Mal ein Kind zu dir kommt und sagt, die da vorne, die grenzen mich nicht aus, die lassen mich nicht mitspielen dann möchte ich dir eine Sekunde Zeit schenken dem Impuls zu widerstehen sofort zur Kindergruppe zu gehen und sagen hier wird niemand ausgegrenzt.
00:16:28: ihr kennt die Regel.
00:16:29: jetzt lasst denjenigen mitspiegeln Viel lieber solltest du mit dem Kind was zu dir gekommen ist, sondern zehn Sekunden, zwanzig Sekunden kleine Fragerunde machen.
00:16:38: Hey!
00:16:38: Was ist denn da los?
00:16:40: Hast Du eine Idee warum die dich gerade nicht mitspielen lassen können?
00:16:43: Hast du eine andere Alternative was du gerade tun kannst?
00:16:46: also Nicht dem Impuls nachrennen jetzt das sofort für dieses Kind händeln zu wollen Sondern Lieber in der kleinen Reflexion mit dem kind zu gehen.
00:16:55: Und nochmal, es gibt einen Unterschied zwischen wir lassen dich jetzt gerade nicht mitspielen oder wir können dich gerade nicht mit spielen lassen und gezielter Ausgrenzung.
00:17:05: Und an dem Moment wo du merkst hier geht es immer gegen das gleiche Kind Es stehen immer dieselben zwei Kinder alleine Es gibt Traurigkeit, es gib Wut und es gib Verzweiflung Greifst du selbstverständlich ein.
00:17:20: Das heißt, wenn ich jetzt die letzten siebzehn Minuten mit dir den Eindruck erweckt habe oder für dich den Eindruck erweckte habe Ich will das Kinder lernen das aus zu halten dass Sie mal alleine sind Dann ist es falsch.
00:17:32: also naja doch Also im Grunde möchte ich schon das kinder auch Mal Lernen das nicht sofort erwachsen etwas Für sich regeln das ist wichtig das gehört zum Leben dazu und man darf auch mal Lernen Dass Situationen gibt in Die Man Sich Nicht Immer Reizecken Darf Und Gleichzeitig Kommt es dazu, dass du den Eindruck hast.
00:17:50: Es geht immer gegen das gleiche Kind.
00:17:52: Hier stehen immer dieselben zwei Kinder alleine da und hier geht es jetzt nicht mehr um den Willen mitspielen zu dürfen Sondern um das echte Gefühl von Ausgrenzung Um echte Trauer, um echte Wut.
00:18:04: Dann greifst Du bitte ein und regelst das.
00:18:07: Wir machen also nach dieser Podcastfolge aus Jeder darf mit spielen Niemand wird hier ausgegrenzt.
00:18:15: Und du hast verstanden dass Ausgrenzung nicht gleich Ausgrenzung ist und das du nicht sofort im Impuls hinterher rennst, sondern gut beobachtest.
00:18:24: an welcher Stelle gibt es einfach eine Kleingruppe an Kindern deren Bedürfnis es ist gerade alleine zu sein.
00:18:30: Die wollen niemanden wirklich beschämen, wütend oder traurig machen die wollen niemandem ausgrenzen sondern einfach nur grade unter sich seien was vollkommen in Ordnung ist weil wir Erwachsenen das ja auch nicht zulassen würden.
00:18:44: Und du hast bitte zukünftig den Blick darauf, ab wann es echte Ausgrenzung wird.
00:18:49: Dann greifst Du ein!
00:18:50: Ich hoffe ich konnte mit dieser Folge auch wieder helfen in deinem Alltag ein bisschen Klarheit reinzubringen.
00:18:55: was das Thema Konflikte angeht Wenn Du Bock hast dann hör Dir super gerne die anderen hundert Folgen an von diesem Podcast wenn Du es nicht sowieso schon getan hast.
00:19:04: Lass mir gern ein Feedback da.
00:19:05: Ich freue mich über eine weitere Empfehlung.
00:19:08: Also Du gehst bitte nachher mal sofern Du bei Instagram bist.
00:19:11: auf Instagram Teilst diese Folge.
00:19:13: Wenn du eine Schule kennst, an der es dir regel will lassen niemanden mitspielen ... Wir lassen jeden mitspielen.
00:19:19: wenn's ... Wenn du weißt die Regel gibt noch dann teilst du bitte mal diese Folge.
00:19:23: lasst dich nicht ärgern und schon gar nicht von mir!
00:19:29: Noch mehr Impulse und alle Informationen zur Seminaren & Workshops findest Du auf Instagram und auf raffaelkirsch.com.