Ich Eskalier Gleich

Ich Eskalier Gleich

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00:00:10: Ich eskalier gleich von und mit Raphael Kirsch.

00:00:16: Herzlich willkommen zu einer niegelnagel neuen Folge des.

00:00:18: ich eskaliere gleich.

00:00:19: Podcasts, liebe Leute wir müssen reden!

00:00:23: Das Internet da draußen Social Media der Druck der heutzutage auf Eltern lastet ist so groß geworden dass es da einige wenige Strömungen gibt Um die wir uns heute in dieser Podcast-Folge einmal kümmern müssen, es kann sein dass ich für den ein oder anderen gefühlt ein bisschen late to the party bin mit dieser Folge.

00:00:42: Gleichzeitig erlebe ich dann doch in meinen Seminaren, in Vorträgen mit Menschen die auf mich zukommen das das Thema dann irgendwie doch noch aktuell ist.

00:00:51: und ich möchte heute mit euch ein kleines bisschen über sehr sehr sehr ansprüchliche Eltern reden und um das große Thema bedürfnisorientierte Erziehung.

00:01:04: So den meisten von euch werden jetzt schon die Ohren klingeln und es gibt ganz fiese Flashbacks in den Schulalltag, wo's mit Eltern oder wem auch immer zu schwierigen Diskussionen kam.

00:01:15: Vielen vielleicht aber auch nicht!

00:01:17: Und deswegen möchte ich hier einmal den Bogen spannen was ist denn eigentlich bedürfnisorientierte Erziehung?

00:01:21: Was is gut daran?

00:01:23: Wo wirds schwierig?

00:01:24: an welchen Stellen kostet das uns als Pädagoginnen und Pädagogen unfassbar viel Kraft.

00:01:29: Und am Ende des Tages möchte ich dir auch mit dieser Folge zeigen, wie du souveränen mit Eltern umgehen kannst.

00:01:34: Die sehr ansprüchlich sind die für ihre Kinder ein paar extra Würste fordern Wie du einfach souverän ganz entspannt diese Eltern so im Boot behältst und trotzdem nein sagen kannst dass die Beziehung immer noch an erster Stelle steht.

00:01:49: So let's go!

00:01:50: So jetzt fangen wir mal ganz vorne an.

00:01:52: was ist denn eigentlich bedürfnisorientierte Pädagogik?

00:01:55: Und hier gibt es schon den ersten kleinen spannenden Hinweis Pädagogik, so wie wir sie heute kennen mit all den wissenschaftlichen Erkenntnissen ist bedürfnisorientiert.

00:02:06: Das ist schon mal ganz ganz spannend.

00:02:08: das heißt Bedürfnes orientierte pädagogic Ist keine extra Strömung die es irgendwo gibt.

00:02:14: dass wird oft in der welt da draußen so wahrgenommen.

00:02:16: aber im grunde Im kern ist pädagogik etwas bedürftes orientiertes und es bedeutet Die echten emotionalen und aber auch die physischen Grundbedürfnisse.

00:02:29: Und alle Bedürfnisse danach von Kindern ernst zu nehmen, das heißt Sicherheit Zugehörigkeit Autonomie Aber manchmal einfach auch das bedürft es noch wach bleiben zu wollen.

00:02:40: wer Kinder hat der wird das jetzt kennen.

00:02:42: uns bedeutet dass wir darauf reagieren statt Zu wollen das kinder einfach nur funktionieren.

00:02:48: also das ziel ist Das Kind in seiner entwicklung so zu sehen uns unterstützen Und es nicht zu brechen und zu gehorsam zu dressieren.

00:02:58: So, jetzt kommt noch ein Punkt.

00:02:59: allerdings bedeutet das nicht jeden Wunsch zu erfüllen.

00:03:03: Es bedeutet zum Beispiel Grenzen liebevoll und klarzusetzen Und da genau an dieser Stelle gibt es das Missverständnis bei vielen Eltern Bedürfnis ist nicht gleich Wunsch.

00:03:18: Damit wir noch ein bisschen besser verstehen, was bedürfnisorientierte Pädagogik eigentlich so ist.

00:03:22: Machen wir nochmal einen kleinen Frühjahr-Heutevergleich.

00:03:25: und mit dem Frühjah-Heutevergleich will ich nicht per se sagen dass früher alle schlechte Eltern waren.

00:03:29: es war nur früher einfach etwas anders.

00:03:32: Und das ist erstmal jetzt Nicht schlimm Das ist Vergangenheit.

00:03:35: Wir wissen es heute besser.

00:03:36: Wenn früher zum Beispiel ein Kind zu dir gekommen ist und hat gesagt Mama oder Papa kann Ich noch spielen dann gab's Eltern die einfach gesagt haben Nein Punkt Jetzt ist Schluss ab ins Bett.

00:03:46: Das Kind lernt in dem Moment.

00:03:49: Grenzen sind erstmal nicht verhandelbar, also Gefühle sind weniger wichtig als Gehorsam.

00:03:56: oder um noch so ein Beispiel zu nennen wenn wir als Kinder früher Fehler gemacht haben oder ich vielleicht, wenn ich vielleicht als Kind früher einen Fehler gemacht habe dann hab' ich auch schon mal gehört So jetzt streng dich mal besser an das liegt jetzt an dir.

00:04:08: da musst du einfach nur besser lernen.

00:04:10: Das sind so zwei ganz einfache Beispiele, wo man merkt ja das Bedürfnis dahinter konnten meine Eltern damals vielleicht noch nicht so richtig sehen.

00:04:20: Also wenn ich dir das heute erkläre dann verstehen die das zu hundert Prozent und denken auch ahja da hätten wir anders machen können.

00:04:25: früher war das aber einfach ein bisschen anders.

00:04:27: da ging es um Gehorsam und das muss jetzt einfach jemals laufen.

00:04:30: wie Eltern das sagen.

00:04:32: Wir nehmen mal die gleichen Beispiele Und packen sie jetzt Mal in Die Heute Zeit.

00:04:36: also Wenn Heute Mein Kind zu mir kommt und sagt, Papa kann ich noch spielen?

00:04:41: Dann kann ich ja sagen.

00:04:42: Boah!

00:04:43: Ich verstehe total gut dass du noch spielen möchtest.

00:04:44: Hätte ich auch voll Bock drauf Und jetzt ist es trotzdem Zeit das wir einpacken und gehen müssen.

00:04:51: Wenn nicht bedürfnisorientierte pädagogik wunderbar verstanden habe oder das eingehen auf Bedürfnisse dann kann ich meinem kind ja sagen hey ich versteh dass das du noch spielen möchtes ich verstehe dein bedürfeness und gleichzeitig hab ich die Verantwortung für dich dass wir jetzt an dieser richtigen Stelle Pause machen, weil du ins Bett musst.

00:05:09: Weil wir noch einen anderen Termin haben und so weiter.

00:05:12: Bedürfnisorientierte Pädagogik bedeutet also nicht per se das ich dir deinen Wunsch nach noch mehr spielen erfülle.

00:05:18: Ich kann eine Grenze setzen!

00:05:20: Ich muss sogar liebevoll und wertschätzend eine Grenz setzen.

00:05:23: die Art und Weise ist aber eine andere Und das Kind lernt.

00:05:27: da hat jemand gesehen Da hat jemand verstanden und er trotzdem liebevoll eine Grenzen gesetzt.

00:05:33: Die Herausforderung an dieser Stelle ist, dass viele Eltern beim ersten Teil ihrer Botschaft hängen bleiben.

00:05:40: Und ich weiß nicht wie viel Spielplatz-Situation ich mit meinen eigenen Kindern schon erlebt habe wo ich so ein bisschen Mäuschen gespielt hab wie andere Eltern mit sowas umgehen.

00:05:49: und dann sagen manche Eltern hey ich verstehe total gut das du noch spielen möchtest... Dann spiel mal!

00:05:55: Weil das is ja jetzt offensichtlich dein Bedürfnis.

00:05:58: Und genau an dieser Stelle hat jemand Bedürfenes und Wunsch miteinander verwechselt.

00:06:03: So, wenn wir uns jetzt das zweite Beispiel nochmal angucken.

00:06:06: Das mit den Fehlern!

00:06:07: Dann machen Kinder ja heute genauso Fehler wie früher.

00:06:11: nur dass wir heute als Erwachsene auf diese Fehler und was da passiert ist ein bisschen anders schauen.

00:06:17: und das ist doch der Kern in der Botschaft.

00:06:19: Wir, wir schauen ja hin sagen hey du hast einen Fehler gemacht okay Der Fehler ist da zum Lernen Was hast Du denn gelernt?

00:06:26: Und was können wir beim nächsten Mal anders machen?

00:06:28: also die Botschaft ist nicht du bist das Problem sondern da gibt es einen Fehler und der ist jetzt eine Chance.

00:06:36: Wenn wir uns mal Eltern oder Erwachsene anschauen, die das Ding mit den Fehlern unter Bedürfnisorientierung noch nicht so richtig verstanden haben dann könnten diese Eltern schnell das Gefühl haben mein Kind darf nie scheitern und es darf nie ein schlechtes Gefühl haben.

00:06:52: Das heißt sie springen ein Reden diese Fehler vielleicht klein.

00:06:56: Es ist doch nicht so schlimm war nicht deine Schuld.

00:06:59: oder die geben mit ihrem Kind die Schulthema am anderen der Lehrkraft zum Beispiel.

00:07:03: Da hat die Lehrkraft aber auch eine gemeine Aufgabe gestellt, so und das ist ja auch unschaffbar!

00:07:08: Das Kind lernt jetzt nicht mit Misserfolg umzugehen – und die Lehrkräft?

00:07:13: Die soll dann plötzlich das Kind unterstützen, dass es im Unterricht nicht scheitert.

00:07:17: Das ist die große Herausforderung an dieser Stelle.

00:07:20: So nur einmal ganz kurz der Exkurs früher und heute.

00:07:23: Lass uns doch mal gucken, warum das im Schulalltag für manche von uns so eine riesige Herausforderung ist.

00:07:27: Also ich rede über Situationen wo Eltern dir zum Beispiel eine E-Mail schreiben und sagen mein Kind braucht unbedingt ein separates Mittagessen weil die normale Schulverpflegung nicht organik ist.

00:07:38: Es gibt paar Menschen, die schmunzeln jetzt.

00:07:40: Ich habe das aber genau so aus einer Eltern-E-Mails nochmal Mein Kind braucht unbedingt ein separates Mittag Essen Weil die normale Schulferpflegungen nicht organic sind.

00:07:51: Zitat Ende.

00:07:53: Oder, wie gehen wir damit um wenn jemand schreibt oder sagt mein Kind braucht Einzelbetreuung im Mathe obwohl es völlig normale Leistungen hat.

00:08:06: Sie als Lehrkraft können sie bitte unbedingt darauf achten, dass mein Kind nach dem Sport immer die Jacke anhat und könnten sie bitte auch schauen, das es mindestens alle zwanzig Minuten so eine kleine Trinkpause einschiebt.

00:08:17: Wie gehen wir genau damit um?

00:08:19: Beziehungsweise warum ist das erstmal so schwierig zu händeln?

00:08:23: Ein Grund!

00:08:24: Warum das echt fies ist... ...ist so ein psychologischer Druck.

00:08:29: Man könnte ja denken bin ich eine schlechte Pädagogin, bin nicht ein schlechter Pädagoge wenn ich nein sage Weil Ich versuch's mal ein bisschen zu erklären und vielleicht ist es nachvollziehbar.

00:08:40: Wir Pädagoginnen sind doch per se Menschen, die sich für die Arbeit mit anderen Menschen entschieden haben.

00:08:46: Das heißt ich setze bei den meisten von uns einen hohes Maß an emotionaler Intelligenz voraus!

00:08:53: Das heißt wir sind am Wohlbefinden von Kindern immer interessiert.

00:08:57: das liegt uns am Herzen, dass es unsere Berufung so... Und wenn jetzt eine Mama zu dir sagt sie müssen bitte das und das erfüllen sondern leidet mein Kind, dann gibt es bei vielen von uns und da nehme ich mich überhaupt nicht aus gleich so einen automatischen Trigger der das Schuldgefühl in mir kickt.

00:09:16: Es ist doch so dass zumindest mein Gehirn manchmal macht Elternwunsch ist gleich Kindeswohl!

00:09:22: Und selbst wenn ich das logisch verstehe und ich weiß dass das Unsinn ist kostet es trotzdem ständig Kraft dagegen anzugehen.

00:09:31: diese innere Verhandlung Passiert nun mal mit uns, dass es halt Pädagoginnen und Pädagogen gehen.

00:09:37: Ein weiterer Grund warum das manchmal schwierig sein kann ist so eine Rollenkollision!

00:09:41: Du sollst also mehrere Rollen gleichzeitig erfüllen.

00:09:44: Bist also nicht nur wenn eine Mama mit einem unangemessenen Wunsch kommt... ...Pädagogin sondern du bist jetzt auch noch Einzeltherapeutin oder Einzeltherapeut Beraterin Ernährungstechnischer Seite Psychologin Personal Coach Übrigens by the way Nicht nur Mamas können unangemessene Wünsche platzieren, Papas können das auch.

00:10:04: Die machen das nun ein bisschen anders.

00:10:06: So anyway kommen wir zurück zum Gedanken.

00:10:09: Ein Kind braucht so in Anführungszeichen so einen Sozialtraining.

00:10:12: du überlegst wie es geht?

00:10:14: Ein kind braucht mehr Ruhe.

00:10:15: Wir versuchen das irgendwie zu arrangieren und dann verschwimmen die Grenzen Und dass ist auch wieder so unfassbar kräftezehrend.

00:10:23: und Dann kommt ein Punkt warum es auch noch schwierig ist.

00:10:27: der hat wirklich in sich und den müsst ihr bitte mit dem richtigen Ohr hören und richtig einsortieren, und richtig verdauen.

00:10:36: Das Team in einer Schule an sich ist auch ein Riesenfaktor!

00:10:43: Wenn Lehrkraft A einem Kind einen Sonderwunsch gewährt und Lehrkraft B nicht habt ihr ein Thema.

00:10:54: Wohlwollend eine Grenze setzt und sagt ich verstehe das total gut, dass können wir hier an dieser Stelle aber nicht machen.

00:11:00: Die zur Schulleitung rennt und die sagt sie müssen bitte auf die Mama eingehen, die ist schließlich Fördervereinsvorstandsvorsitzende oder so auch dann wird es schwierig.

00:11:11: jetzt gibt's bestimmt einige unter euch die denken ach Quatsch sowas passiert doch nicht.

00:11:15: doch doch das passiert unfassbar viel.

00:11:19: Ich freue mich von Herzen wenn es in deinem Team mehr Klarheit gibt und dass solche Ausspielereien in deinem Team nicht möglich sind.

00:11:27: Aber du glaubst gar nicht, wie oft ich in Schulen in Seminaren genau diese Diskussion habe, das sich Menschen gegeneinander ausspielen lassen und das Eltern zur Schulleitung rennen?

00:11:38: Und selbst wenn Leitungen oder andere Teammitglieder bemüht sind dir irgendwie Folge zu leisten fehlt ja manchmal trotzdem einfach die kurze Kommunikation.

00:11:48: In der Kinder- und Jugendpsychiatrie war es zum Beispiel so wir hatten in unserer in unserer Teamzentrale so ein kleines Board.

00:11:54: Jetzt hatten wir den Vorteil, wir hatten immer nur zwölf, dreizehn, vierzehn Patientinnen und Patienten aber wir konnten eine wichtige Information für Kolleginnen und Kollegen hinterlassen.

00:12:05: Zum Beispiel, Mama X Y hat den und den Wunsch platziert.

00:12:09: Ich habe den verneint Begründung so und so Und dann konnten alle anderen nachvollziehen was ich da getan habe und sind nicht in die Falle getappt irgendetwas zu erlauben bei dem ich schon Nein gesagt habe zumal das in der Kinder- und Jugendpsychiatrie da wo ich viele Jahre gearbeitet habe fünfzehn in Summe eigentlich nicht vorgekommen ist.

00:12:29: denn Na ja wie sage ich das denn jetzt?

00:12:33: Wir waren uns alle im Team sehr, sehr einig.

00:12:39: Die Regeln auf der Station waren klar.

00:12:42: Der Umgang auf der station war klar.

00:12:44: Selbst wenn jemand einen Wunsch platziert hat War in der Regel die Antwort.

00:12:49: ein liebevolles Können wir leider nicht machen verstehe ich aber total gut so und Ich konnte mich darauf verlassen dass alle Menschen im team das genauso getan hätten wie ich.

00:12:58: So jetzt kommen wir nochmal zurück zu bedürfnisorientierter pädagogik.

00:13:01: Eltern und warum das gerade heutzutage so vermehrt aufbloppt.

00:13:06: Und ich habe das mal versucht, ein bisschen zu analysieren also die kurze Analyse ohne Verurteilung.

00:13:12: ja im Grunde dreht es sich bei Eltern die Bedürfnis- und Wunsch miteinander verwechseln immer um das gleiche Gefühl.

00:13:22: ist nämlich Unsicherheit So diese Unsicherkeit klare Kante zu zeigen?

00:13:29: liebevoll wertschätzend meine ich übrigens Die hat viele Ursachen und viele Gründe.

00:13:35: Und ich will mal ein paar nennen, wie gesagt ohne Verurteilung das ist mir an dieser Stelle sehr wichtig.

00:13:41: also die wirtschaftliche Lage Das was draußen in der Welt passiert Zukunftsängste, die wir alle miteinander haben.

00:13:51: es gibt mehr Kriege Es gibt mehr Unsicherheiten alles wird irgendwie teurer Alles das führt zu mehr Unsicherheit.

00:13:59: Und dann ist es doch auch nur logisch, dass sich diese Unsicherkeit in der Erziehung von Eltern heutzutage niederschlägt.

00:14:07: So!

00:14:07: Das ist erstmal okay zu akzeptieren und nicht zu verurteilen.

00:14:14: Ich würde den Teufel tun mich davon freizusprechen Dass ich ein Mensch bin, der immer ein sicheres Gefühl hat und dass sich die unsicherheitlich an vielen Stellen aufgrund der weltpolitischen Lage verspüre, nicht dann doch auch mal auf meine Kinder überträgt.

00:14:30: Das will ich überhaupt nicht leugnen!

00:14:32: Das wird an vielen Stellen passieren.

00:14:34: Vielleicht ist mein Vorteil dass meine Frau mir relativ schnell die Kelle vorschiebt und sagt was machst du denn da gerade?

00:14:39: Hör auf damit oder andersrum und wir dürfen das voneinander.

00:14:43: Und vielleicht ist mein Vorteil, dass ich halt in diesem Bereich arbeite und es vielleicht ein kleines bisschen mehr merke.

00:14:49: So also Unsicherheit aufgrund der ganzen geopolitischen Lage Wirtschaft all das Zukunftsängste führt natürlich auch dazu, dass Eltern in der Erziehung unsicherer werden.

00:14:59: dann Ein zweiter Faktor Schuldgefühle.

00:15:04: wir leben Gott sei Dank in einer sehr modernen Welt.

00:15:07: Diese moderne Welt hat einen modernen Arbeitsmarkt geprägt, indem Mütter und Väter gleichermaßen an der Familie heutzutage arbeiten.

00:15:15: Das heißt die Kinderzeit ist in vielen Fällen wirklich statistisch gesunken.

00:15:22: Die Zeit die Eltern mit ihren Kindern verbringen ist heute eine ganz andere als vor zwanzig Jahren noch Und das führt natürlich dazu, dass emotional intelligente Eltern merken.

00:15:35: Oh Mann!

00:15:36: Ich gehe hier arbeiten.

00:15:37: Das ist erstmal für mich wichtig, das ist für unsere Familie wichtig, aber auch vielleicht fürs Einkommen wichtig – alles berechtigte Faktoren absolut.

00:15:45: Gleichzeitig merken sie selber auch….

00:15:48: Man, dafür habe ich aber auch keine Kinder gekriegt.

00:15:50: Jetzt möchte ich die Zeit mit denen auch so schön wie es geht irgendwie verbringen.

00:15:53: Schlechte Stimmung darf nicht dazugehören.

00:15:54: und wenn dann noch falsch verstandene Bedürfnisse dazu kommen, die eigentliche Wünsche sind, die wir dann erfüllen als Eltern Dann führen einfach die Schuldgefühle dazu dass wir manchmal bedürfnisse als Wunsch interpretieren.

00:16:09: Nee, andersherum, dass wir Wünsche als Bedürfnisse interpretieren und dann im Sinne der guten Stimmung und der guten wenigen Zeit die wir mit Kindern haben oft einfach auch öfter Ja sagen!

00:16:20: Und auch hier... Hey, nehme ich mich nicht aus Ich habe gerade die ersten zwölf Jahre Anfang meiner Selbstständigkeit da arbeitest du dich einfach blöd.

00:16:29: Du arbeiteste hier den Arsch ab und du weißt nicht ob das alles funktioniert.

00:16:33: Achtzig neunzig Stunden am Anfang einer Selbstständigkeits sind vollkommen normal Vollkommen normal.

00:16:39: Und du glaubst gar nicht, wie groß mein Schuldgefühl war meinen Kindern gegenüber und natürlich auch meiner Frau.

00:16:44: Sondern habe ich manchmal auch Dinge gemacht wo ich dachte das ist erzieherisch irgendwie gar nicht so clever gewesen so im Nachhinein.

00:16:51: aber so ist es halt.

00:16:53: ein dritter Faktor den mache ich ganz kurz wir verwechseln liebe mit Erfüllung.

00:16:57: na das heißt wir setzen dass erfüllen von wünschen mit Liebe gleich.

00:17:02: müssen wir nicht darüber reden is quatsch ne.

00:17:05: Und dann, der letzte Faktor ihr ahnt es schon Social Media.

00:17:09: Social media macht unfassbar viel so ich nenne das mal Wellness.

00:17:14: Erziehung ist halt auch nicht förderlich.

00:17:18: Es braucht tatsächlich einfach auch mal Menschen und es werden mehr die das ein bisschen hinterfragen ob das alles so richtig ist und ob eine Bedürfnis Nicht schlafen gehen zu wollen ob das wirklich ein bedürfnisses oder Wunsch ist und wir als Eltern nicht doch sagen können verstehe Jetzt geht es trotzdem ins Bett, weil du bist morgen früh wieder wach.

00:17:37: Und wir haben mal gesagt ab zwanzig US-Elternzeit ist voll in Ordnung ne?

00:17:41: Weil auch Eltern haben ja Bedürfnisse anyway!

00:17:44: Also nochmal zusammengefasst die Unsicherheit dann Schuldgefühle Wir verwechseln Liebe mit Erfüllung und Social Media.

00:17:51: das sind alles Einflüsse die nicht wirklich hilfreich sind.

00:17:54: So jetzt sagst ihr wahrscheinlich vor kommt zu Recht.

00:17:55: jahrelich habe ich siebzehn Minuten zugehört.

00:17:57: Ich hab das alles verstanden.

00:17:58: Danke für den Exkurs.

00:17:59: aber wie mache ich's jetzt in der Realität Wenn Eltern ansprüchlich sind, ich habe dir mal hier so ein paar Punkte zusammengeschrieben.

00:18:06: Nehmen wir mal an!

00:18:08: Eine Mama oder ein Papa kommt zu dir und platziert einen unangemessenen Wunsch verpackt als Bedürfnis und sagt mein Kind hat das BedürFnis immer vorne sitzen zu wollen Und es braucht unbedingt eine Einzelunterstützung in Mathe.

00:18:20: Das wäre total toll wenn sie ihm zehn Minuten pro Mathe Stunde einfach ganz kurz umgeteilte Aufmerksamkeit schenken.

00:18:25: Einer meiner Lieblingsansätze ist es das Anliegen zu validieren Aber die Lösung davon abzugrenzen.

00:18:32: Das heißt Eltern zu sehen, aber nicht die Lösung zu akzeptieren, die die Eltern dir mitbringen.

00:18:38: Könnte also im konkreten Fall aussehen.

00:18:41: Lieber Mama lieber Papa ich sehe und verstehe dass ihnen die Förderung in Mathe extrem wichtig ist Und ich erkenne es an das sie erstmal nur das Beste für ihr kennt wollen.

00:18:52: und gleichzeitig sieht meine Lösung für die Förderung ihres Kindes in Mathe ein bisschen anders aus, geben sie mir mal zwei Minuten.

00:19:00: Ich zeig ihnen die Mal

00:19:01: eben.".

00:19:01: Also nochmal im Grunde sagst du hey ich bin vollkommen bei Ihnen!

00:19:04: Ich verstehe das total gut dass Sie sich für Kinder eine Einzelförderung wünschen?

00:19:08: Ich habe eine.

00:19:08: Förderungen für Kind, das ist nur ne andere Lösung als die die Sie sich wünschten.

00:19:12: Ich Zeige ihn die mal eben und dann ist es in Ordnung.

00:19:14: also validiere das Anliegen Grenze aber die Lösung davon ab.

00:19:18: Zweiter spannender hilfrecher Punkt ist unterstützen statt Sonderbehandlung zu geben.

00:19:24: Unterstützen statt Sonderbehandlung zu geben.

00:19:27: Bedeutet im konkreten Fall, also nehmen wir mal an eine Mama ein Papa oder weiß der Geier wer auch immer kommt zu dir und sagt ich möchte dass sie meinem Kind bitte jeden Tag vor der Pause eine Jacke anziehen damit es nicht friert.

00:19:41: Muss ich selber mal Schwunzeln dabei?

00:19:43: Und ne richtig smarte Antwort darauf ist ja Ich unterstütze ihr Kind super gerne dabei!

00:19:50: Ich unterstützt ihr Kind Super gerne dabei selbst daran zu denken Bevor du jetzt denkst, oh nein das artet doch wieder in Arbeit für mich aus.

00:19:56: Ich wollte der Mama doch nur zeigen dass ich es eigentlich nicht machen will.

00:20:00: hey keine Sorge!

00:20:02: Niemand hat gesagt wie deine Unterstützung aussieht.

00:20:04: und wenn deine Unterstützung ist du klebst im Kind ein Smiley auf den Tisch der das Kind daran selbstständig erinnern soll die Jacke anzuziehen.

00:20:11: dann war's das doch.

00:20:12: Das heißt noch lange nicht, dass zu dem Sonderwunsch nachgehst und immer das Kind in der Pause darin erinnert die Jacker zu ziehen.

00:20:18: Unterstützen heißt, ich unterstütze das Kind dabei selbst daran zu denken.

00:20:23: Und das ist doch pädagogik oder?

00:20:25: Mama zufrieden, du zufriede, keiner hat irgendwie mehr Arbeit gehabt!

00:20:29: Richtig smart,

00:20:30: oder?!

00:20:31: So jetzt gibt's noch eine Sache.

00:20:32: die kannst Du natürlich immer gerne machen da musst Du aber der Typ für sein.

00:20:36: Vielleicht schaffst Du es ja wenn Eltern unangemessene Anliegen bei dir zu platzieren ohne Druck, ohne vorwurfsvollen Ton sondern als wirklich ernst gemeinte Frage, die Frage zu stellen.

00:20:50: Lieber Mama, lieber Papa verstehe ich das richtig?

00:20:53: Sie möchten das und das?

00:20:55: ist das ein Wunsch oder Ist es ein Bedürfnis?

00:21:00: Und wenn du das als wirklich Ernstgemeinde Frage formulierst, die die Eltern kurz innehalten lassen soll Dann kann das wahre Wunder wirken!

00:21:15: Weil je nachdem um was es sich handelt, müssen wir anders damit umgehen.

00:21:20: Es gibt natürlich noch unfassbar viele mehr Tipps und auf eine Sache möchte ich jetzt zum Schluss der Folge auf jeden Fall nochmal eingehen.

00:21:28: Ich habe ja auch öfter schon mal gesagt, ne?

00:21:31: Ich zeige dir wieder mit herausfordernden Eltern umgehst Mit Eltern die so Wünsche platzieren Und dann gibt es immer Menschen, die da drunter kommentieren.

00:21:39: Ich sag einfach Nein Punkt keine Diskussion.

00:21:42: Und ich möchte dazu einfach nochmal sagen, ja das kannst du natürlich machen.

00:21:47: Du kannst nein sagen!

00:21:49: Du kannst einen Punkt setzen, sage keine Diskussion, machen wir hier nicht dann drehst du dich um und gehst.

00:21:56: die Wahrscheinlichkeit dass das zu Friedenstellend für alle Parteien ist ist dann geringer.

00:22:03: Ich weiß Kommunikation kostet Kraft.

00:22:06: Deeskalation kostete Kraft.

00:22:08: Es ist eine Entscheidung die man treffen soll besonnen ruhig gelassen und vielleicht auch ein kleines bisschen.

00:22:16: die Klügere oder der Klügerei in der Kommunikation so sein, kostet Energie.

00:22:21: Das lohnt sich aber immer denn am Schluss darfst du natürlich einen Nein platzieren.

00:22:27: Du darfst sagen Frau Sohnso da diskutieren wir hier nicht drüber Punkt aus den Punkt darf es geben.

00:22:33: ich wünsche mir von dir aber von ganzem Herzen dass er nicht schnell Naja, also nicht vor schnell kommt.

00:22:40: Dass das nicht die erste Antwort ist, die dir auf der Zunge liegt!

00:22:43: Denn du wirst Menschen damit einfach sauer machen.

00:22:47: Wer einen Nein kassiert sagt selten.

00:22:49: Oh ja ok, wollen Versuch wert?

00:22:51: Nee da wird jemand wütend werden.

00:22:53: und wenn es nur innerlich ist und jemand wird versuchen weil er an eine harte Grenze gestoßen ist diese für sich auszuhebeln.

00:23:01: Sei doch smart kommuniziere sinnvoll und sorg dafür dass mit einer Liebe voll wertschätzend gesetzten Grenze.

00:23:09: Mit ich verstehe das, gleichzeitig machen wir das!

00:23:13: Einfach die Beziehung der Menschen immer aufrecht erhalten wird und es am Ende des Tages wenn die Eltern mit dir zufrieden sind auch immer zum Wohle des Kindes ist.

00:23:23: Und falls du jetzt denkst Ich will nicht dass Eltern immer mit mir zufriedenzufrieden sind ja Verstehe ich.

00:23:29: und gleichzeitig lohnt es sich zumindest den Gedanken zu haben so danach zu arbeiten.

00:23:34: So, jetzt wünsche ich dir wie immer Gutes umsetzen.

00:23:37: Lass dich nicht ärgern schon gar nicht von mir.

00:23:38: ach so hier warte watte watte Watte bevor wir jetzt diesen Jingle wieder einfahren.

00:23:43: Ausbildung, Krisen und Konfliktpädagogik.

00:23:45: Liebe Leute ihr habt nicht mehr viel Zeit.

00:23:48: heiße Anmeldephase gerade Wir starten in ein paar Wochen wieder.

00:23:51: also wenn Ihr euer pädagogisches Leben wirklich mal von vorne bis hinten umkrempeln wollt dann geht Mal auf www.

00:23:59: einfach krisenfest.com slash ausbildung.

00:24:02: Schaut euch das alles in Ruhe mal an, schaut euch auch super gerne das YouTube-Video auf unserer Homepage an.

00:24:09: Da erzählen Teilnehmerinnen und Teilnehmer von der Ausbildung!

00:24:14: Und ich verspreche euch... Ich war nicht dabei!

00:24:16: Das ist nicht gescriptet.

00:24:18: wir haben nichts vorgegeben.

00:24:19: jeder durfte sagen was sie oder er für richtig hielt.

00:24:22: hört sich einfach mal an und dann entscheidet selbst ob wir nicht dein Leben als Pädagogen als Pädagoge Mal leichter machen könnten.

00:24:30: So und jetzt mal auf Feierabend!

00:24:32: Gutes Umsetzen, lasst euch nicht ärgern.

00:24:34: Schon gar nicht von mir...